Vorbereitung auf die EM

Ein Beitrag von Janine Meißner

JanineEMVorbereitung

Meine Vorbereitung auf die EM fing eigentlich schon mit dem Start der Sommersaison an. Obwohl da noch lange nicht sicher war, wer und wie viele zur EM fahren, war es mein Ziel dort teilzunehmen. Die Junioren EM und der Weltcup waren sozusagen nur ein paar Haltestellen auf dem Weg zur EM in Armenien. Doch der Kern der Vorbereitung begann nach dem Weltcup in Antalya.

Nach Antalya steigerte ich von Woche zu Woche meine Schusszahlen. Begonnen mit 300 Pfeilen in der Woche, bis hin zu 600 Pfeile in der Woche ( in der Woche vom 7.-13.). Darin enthalten war auch eine Woche reines Techniktraining, um die Technik zu stabilisieren und Fehler auszubessern. Alle anderen Wochen beinhalteten Wettkampftraining, sprich auf Auflage und jedes Training, wenn möglich eine Leistungskontrolle. Außerdem habe ich während eines Training noch die Übungen speed 90, 20+ und 10 Sekunden nachhalten integriert (jede Übung min. 10 Pfeile oder mehr). Falls ein Training zeitlich knapp war, habe ich die Übung 20+ und 10 Sekunden nachhalten miteinander kombiniert, sodass ich 15 Sekunden im Anker stand und anschließend mal 5 und mal 10 Sekunden nachgehalten habe. In jedem Training habe ich mindestens 100 Pfeile geschossen, meist jedoch um die 130-160. Denn so ein Wettkampftag kann auch lange gehen.

Außer dem Schießen habe ich auch Kraft- und Ausdauertraining betrieben. Das Kraffttraining habe ich zum Weltcup hin ansteigen lassen und eine Woche nach dem Weltcup absteigen lassen bzgl. der Häufigkeit. Sprich nach dem Weltcup habe ich zwei Wochen 4x Krafttraining gemacht, danach 2 Wochen dreimal und dann eine Woche zweimal und in der letzten Woche vor der EM werde ich nurnoch einmal Krafttraining durchführen. Viel Krafttraining ist zwar gut für eine gewisse Grundspannung beim Schießen, dennoch ist zu beachten, dass Krafttraining auch die Feinmotorik minimiert. Also nie mehr Krafttraining als Schießen 😉

Mein Ausdauertraining habe ich konstant bei zweimal die Woche belassen. Dabei bin ich meist ca. 6 km gejoggt und habe versucht mein Tempo alle zwei bis drei Wochen anzuheben. Außerdem habe ich einmal im Monat ein Intervalltraining gemacht, um den Körper mal auzupowern und damit auch gleich an Tempo zu gewinnen.

Mir ist bzw. war bei meiner Vorbereitung immer wichtig, ein gutes Gefühl zu haben. Habe ich an einem Tag nicht gut geschossen, dann habe ich keine Leistungskontrolle geschossen. Denn wieso soll ich ein schlechtes Gefühl auch noch mit einem schlechten Ergebnis bestätigt bekommen? Stattdessen habe ich versucht den Fehler zu finden und ihn zu korrigieren, machnmal habe die Auflage dann heruntergenommen und ohne Auflage Techniktraining gemacht, auch wenn das der Trainingsplan nicht vorgesehen hat. Wichtig finde ich auch, dass  wenn man eine Leistungskontrolle schießt, sich vorher schon überlegt, wie viel man vorher „einschießt“. Wenn man erst bei der ersten guten Passe anfängt und dann vielleicht doch wieder aufhört, weil es nicht gut läuft wie erhofft, ist das nicht nützlich. Man muss sich schon entscheiden, denn im Wettkampf kann mach auch nicht einfach mal aufhören mit Aufschreiben 😉

Gute Ernährung ist natürlich auch ein Faktor, viel Obst (v.a. Bananen) und Gemüse sind wichtig um den Körper bei seinen Aktivitäten zu stützen.

So habe ich mich vorbereitet. Ob die Arbeit Früchte trägt, wird man an der EM sehen.  🙂

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