{"id":663,"date":"2014-01-08T20:28:06","date_gmt":"2014-01-08T19:28:06","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.promotioncompound.de\/?p=663"},"modified":"2014-01-16T11:10:11","modified_gmt":"2014-01-16T10:10:11","slug":"ich-dachte-immer-ich-waere-fit","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.promotioncompound.de\/?p=663","title":{"rendered":"Ich dachte immer ich w\u00e4re fit&#8230;"},"content":{"rendered":"<h5>Erste Erfahrungen eines Kaderfrischlings<\/h5>\n<p>Ein Bericht von Velia Schall<\/p>\n<p>Ich dachte immer ich w\u00e4re fit. Ich gehe ja schlie\u00dflich auch Klettern, Schie\u00dfen und mache sonst auch noch ein Ausdauerprogramm. Wenn man nicht fit ist, kann man ja auch als schm\u00e4chtiges M\u00e4dchen schon gar keine 59lbs schie\u00dfen, oder? Die Schlussfolgerung musste also hei\u00dfen: Ich bin fit!<\/p>\n<p>HA! Das war leider weit gefehlt! Im November 2013 traten mit dem Nationalkader Compound auch die Trainer Robert und Cicek in mein Leben. Und mit diesen zweien auch das Anti-Wackel Programm und die allseits so gef\u00fcrchtete Testbatterie. Diese besteht aus den folgenden vier \u00dcbungen: In jeweils drei Minuten sollte man m\u00f6glichst viele Liegest\u00fctze, Situps und Trizepsst\u00fctzen machen. \u00a0Weiter sollen drei Kilo Hanteln seitlich am ausgestreckten Arm bis auf Schulterh\u00f6he gehoben werden, damit die Haltekraft im Bogenarm gest\u00e4rkt wird. Dabei sollen m\u00f6glichst viele Wiederholungen am St\u00fcck gemacht werden. Und wie das immer so ist, eine Steigerung ist w\u00fcnschenswert und macht sich immer gut im Trainingsbericht.<\/p>\n<p>So schlimm kann das alles nicht sein, dachte ich mir! Das wird schon gehen, denn ich war ja fit! Wie sich herausstellen sollte, lag ich mit meiner Einsch\u00e4tzung etwas daneben. Was die Maximalkraft angeht, ist eindeutig noch Luft nach oben. Ab sofort hie\u00df es wenigstens jeden dritten Tag und frei nach dem Motto: \u201eQu\u00e4l dich du Sau\u201c, Testbatterie machen!<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Aber was soll das eigentlich bringen? Und vor allem wie wird dadurch mein Schie\u00dfen beeinflusst? Wackle ich tats\u00e4chlich weniger? Wird man nicht nur durch die Anzahl Pfeile, die man schie\u00dft, ein besserer Sch\u00fctze?<\/p>\n<p>Ich f\u00fcr mich habe festgestellt, dass die Anzahl der Pfeile wichtig ist. Aber das ist noch l\u00e4ngst nicht alles. Viele Pfeile sind sicher hilfreich und n\u00f6tig. F\u00fcr den einen oder anderen mag die Anzahl einen hohen oder weniger hohen Stellenwert im Training haben. Ich f\u00fcr meinen Teil habe festgestellt, dass die Grundfitness des K\u00f6rpers eine entscheidende Rolle f\u00fcr mein Schie\u00dfen spielt. \u00a0Schon nach einem Monat machte sich das regelm\u00e4\u00dfige Ausf\u00fchren der Testbatterie bemerkbar. Ich wackle tats\u00e4chlich weniger und zudem war ich pl\u00f6tzlich in der Lage meine Ergebnisse \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum hinweg stabil zu schie\u00dfen. Und vor allem, und das freut mich besonders, bin ich auch in Belastungssituationen stabiler geworden. Und das ist etwas auf das man im Hinblick auf Schie\u00dftechnik und Ergebnisse weiter aufbauen kann. Und das ist genau das Ziel, welches ich verfolgen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Aber ich kann nicht nur mit einer erstklassigen Bikinifigur und stabileren Ergebnissen gl\u00e4nzen, sondern ich habe etwas Entscheidendes f\u00fcr mich mitgenommen. Mein K\u00f6rper geh\u00f6rt zu meinem Schie\u00dfmaterial dazu! Ich kann meinen Bogen noch so gut tunen und einstellen, wenn ich nicht dasselbe mit mir mache, funktioniert das Ganze trotzdem nicht so gut wie es k\u00f6nnte. Das zus\u00e4tzliche Krafttraining hilft mir mich immer mehr auf mich selbst zu verlassen. Nicht nur die Physis wird\u00a0 stabiler sondern auch die Psyche.<\/p>\n<p>Um neben dem vielen Krafttraining auch den Schussablauf weiter zu verbessern, gaben uns die Trainier die Trainingsmethode \u201eFeeling Points\u201c an die Hand. Hierbei wird der Schussablauf bewertet. War der Schuss super gibt es drei Punkte, war er gut zwei Punkte und bei einem mittelm\u00e4\u00dfigen bis schlechten Schuss wird ein bzw. kein Punkt verteilt. Es kann also ganz unabh\u00e4ngig vom Ergebnis an einem guten und fl\u00fcssigen Schussablauf gearbeitet werden. Wenn der Schussablauf stimmt und immer und immer wieder genau der gleiche ist, passt auch irgendwann das Trefferbild! Man muss nur noch das Visier einstellen. Aber wie wirkt sich diese \u00dcbung auf mein Verhalten in einer Wettkampfsituation aus? Wie wirkt sie sich also in einer Situation aus, in der ich gerne treffen m\u00f6chte? In solchen Situationen m\u00f6chte mein Kopf mich dazu verleiten besonders genau zu zielen, noch besser als sonst dazustehen oder andere komische Dinge zu tun. Dabei muss ich mich nur hinstellen und einfach immer und immer wieder meinen Schuss machen. Immer genau den gleichen, den ich im Training ge\u00fcbt habe. Hilfreich kann auch eine kurze Checkliste sein, die man im Kopf abarbeiten kann.<\/p>\n<p>Neben der Testbatterie, dem Schie\u00dfpensum und den vielen Trainingsmethoden gibt es aber eine Sache, die besonders entscheidend ist. Und das ist der Spa\u00df am Schie\u00dfen, der Spa\u00df an einem sch\u00f6nen Schuss. Denn es ist ein grandioses Gef\u00fchl, wenn der Pfeil nach einem guten Schuss mitten im Zehner landet und der Bogen in die Fingerschlinge fliegt. Ebenso ist es eine wahre Freude Mitglied dieser gro\u00dfen Gemeinschaft aus Sch\u00fctzen zu sein und immer wieder mit Teamkollegen und Freunden zusammen zu kommen, um das zu tun (oder auch nur dar\u00fcber zu diskutieren) was wir besonders gerne m\u00f6gen, n\u00e4mlich schie\u00dfen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erste Erfahrungen eines Kaderfrischlings Ein Bericht von Velia Schall Ich dachte immer ich w\u00e4re fit. Ich gehe ja schlie\u00dflich auch Klettern, Schie\u00dfen und mache sonst auch noch ein Ausdauerprogramm. Wenn man nicht fit ist, kann man ja auch als schm\u00e4chtiges M\u00e4dchen schon gar keine 59lbs schie\u00dfen, oder? 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