{"id":1471,"date":"2016-02-16T16:29:42","date_gmt":"2016-02-16T15:29:42","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.promotioncompound.de\/?p=1471"},"modified":"2016-02-16T18:46:30","modified_gmt":"2016-02-16T17:46:30","slug":"den-schuss-fuehlen-i","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.promotioncompound.de\/?p=1471","title":{"rendered":"Den Schuss f\u00fchlen I"},"content":{"rendered":"<h6>Den Schuss f\u00fchlen<\/h6>\n<p>Dieses Gef\u00fchl, wenn sich der Schuss l\u00f6st und man schon, bevor der Pfeil auf der Auflage landet,\u00a0 wei\u00df, dass er in der 10 steckt, ist wohl eins der besten Momente im Bogenschie\u00dfen.<\/p>\n<p>Um zu diesem Gef\u00fchl \u00fcberhaupt kommen zu k\u00f6nnen, muss man sich und seinem Material vertrauen. Das perfekte Tuning f\u00fcr Bogen und Material ist damit nicht gemeint. Nicht jeder hat die Ressourcen und das Wissen, wie man einen Bogen gut einstellt und noch keiner hat ein Wunderrezept gefunden, wie die perfekte Einstellung aussieht. Man sollte jedoch seinem Material vertrauen, sich damit sicher f\u00fchlen\u00a0und versuchen, es nach bestem Wissen und Gewissen einzustellen oder einstellen zu lassen. Wenn das getan ist, kann man mit Vertrauen in sein Material in einen Wettkampf oder ins Training starten und an sich als Sch\u00fctze arbeiten.<\/p>\n<p>Um sich selber beim Schie\u00dfen vertrauen zu k\u00f6nnen, muss man wissen, wie sich der eigene gute Schuss anf\u00fchlt. Jeder hat seinen eigenen Schie\u00dfstil und muss sich auch nicht unbedingt verbiegen, um zu schie\u00dfen, wie jemand anderes das tut. Nat\u00fcrlich kann man sich aber auch etwas von dem einen oder anderen Topsch\u00fctzen abschauen \ud83d\ude09 Man muss es schaffen sich und\u00a0seinen Stil in Einklang zu bringen und die Sch\u00fcsse immer nach dem gleichen Schema zu schie\u00dfen. Nach einem Schuss sollte man wenn m\u00f6glich sagen k\u00f6nnen, welche Note man diesem Schuss geben w\u00fcrde. Hilfreich dazu sind beispielsweise die <a href=\"http:\/\/www.promotioncompound.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/FeelingPoints.pdf\">Feelingpoints<\/a>, welche bereits in einem \u00e4lteren Beitrag genannt worden sind. Wichtig bei diesen Feelingpoints ist es, dass man das Treffen bei der Bewertung nicht mit einbezieht, es soll lediglich der Schussablauf &#8222;benotet&#8220; werden. Nun werde ich zu meinem ersten Punkt kommen: Lob<\/p>\n<p><strong>Eigenlob stinkt nicht<\/strong><\/p>\n<p>Wenn man die Sch\u00fctzen bei einem Wettkampf an der Schie\u00dflinie mal beobachtet, findet man schnell Sch\u00fctzen, die den Kopf sch\u00fctteln. Gegenfrage:\u00a0Habt ihr schon einmal einen Sch\u00fctzen an der Schie\u00dflinie gesehen, der mit dem Kopf genickt hat und nach einem Schuss vielleicht ein L\u00e4cheln auf den Lippen\u00a0hatte? Also ich pers\u00f6nlich kenne nur wenige\u00a0Sch\u00fctzen, die das tun. Aus rein psychologischer Sicht, ist Kritisieren oder Kopfsch\u00fctteln\u00a0 aber alles andere als f\u00f6rdernd. In der Verhaltenspsychologie wird auf ein Belohnungssystem gesetzt. Sprich Gutes wird gelobt und Schlechtes wird ignoriert, denn jeder strebt danach Lob zu bekommen. Da wir nicht jedes Mal jemanden hinter uns stehen haben, der uns f\u00fcr gute Sch\u00fcsse lobt, sollten wir das f\u00fcr uns selber \u00fcbernehmen. Dabei ist nicht gesagt, dass man einfach bei jedem Schuss sagen soll:&#8220; Oh der war aber toll!&#8220; Man kann entweder kleine Dinge loben (stehen gelassener Bogenarm, gutes L\u00f6sen, mutig durchgezogen&#8230;) oder auch den ganzen Schuss, wenn er denn gut war. Vermeiden sollte man das Kopfsch\u00fctteln oder das Nennen der Dinge, die nicht gut waren. Denn wie gesagt, die Psyche reagiert besser auf Belohnung, als auf Bestrafung. Es ist schwer, nun seine Gewohnheiten von jetzt auf gleich abzulegen, aber man sollte beim Kopfsch\u00fctteln (wenn es dann doch mal passiert) immer auch daran denken, mal zu loben bzw. zu nicken.<\/p>\n<p>Aus meiner Erfahrung in einigen Praktika in Schulen als angehende Lehrerin\u00a0kann ich noch ein gutes Beispiel nennen: Typische Situation in einer Klasse. Man fordert die Klasse auf, ruhig zu seinen und nach vorne zu schauen, da man etwas Wichtiges sagen oder zeigen m\u00f6chte. Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler unterhalten sich aber noch rege \u00fcber Themen, die gerade keine Rolle spielen. Nur ein Sch\u00fcler, nennen wir ihn Tom, sitzt auf seinem Platz und wartet, bis der Unterricht weitergehen kann.<\/p>\n<p>Variante 1: Man ermahnt immer wieder einzelne Sch\u00fcler bitte ruhig zu sein und mit dem Gerede aufzuh\u00f6ren, nach ein paar Minuten und 100 Worten mehr hat man es dann geschafft.<\/p>\n<p>Variante 2: Man nennt Tom als gutes Beispiel:&#8220; Das freut mich aber, dass Tom schon so ruhig an seinem Platz sitzt und wartet.&#8220;<\/p>\n<p>Nach maximal 10 Sekunden sitzen alle Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler auf ihrem Platz und schauen nach vorne. Wieso das die Kinder machen? Jedes Kind und auch wir Erwachsene streben danach Anerkennung und Lob f\u00fcr geleistetes zu bekommen. Sie m\u00f6chten auch mal in der Rolle sein, gelobt zu werden. Egal ob bei der Arbeit, zu Hause oder eben bei unserem Hobby. Wer einen Hund hat, wei\u00df ebenfalls, wie gut Belohnungen bei der Erziehung helfen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Lob muss sich nicht immer nur auf den Schussablauf beziehen, es kann sich\u00a0auch\u00a0auf geschossene Ringzahl beziehen. Nur sollte es ehrlich und h\u00e4ufiger sein als eine Kritik.<\/p>\n<p>To be continued&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Den Schuss f\u00fchlen Dieses Gef\u00fchl, wenn sich der Schuss l\u00f6st und man schon, bevor der Pfeil auf der Auflage landet,\u00a0 wei\u00df, dass er in der 10 steckt, ist wohl eins der besten Momente im Bogenschie\u00dfen. Um zu diesem Gef\u00fchl \u00fcberhaupt kommen zu k\u00f6nnen, muss man sich und seinem Material vertrauen. 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